Dürfen wir vorstellen: Toby und Stipe

Bars und Musik sind zwei unzertrennliche Themen. Das Zusammenspiel von gutem Sound, den richtigen Leuten und einem schmackhaften Drink macht einen Abend unvergesslich. Unserer Meinung nach verbindet keiner Beat und Bar besser, als zwei passionierte Musiker, die in den verschiedensten Frankfurter Locations auftreten. Aus diesem Grund haben wir uns im neusten Special mit Toby John und Stipe Braun unterhalten. Toby ist studierter Theologe und Musiker. Mit seiner Band Toby John and the Cellfish Six tritt er in der Stadt am Main auf und begeistert mit seiner souligen Stimme. Der Frankfurter Jung mit indischen Wurzeln setzt sich auch gerne mal für den guten Zweck ein und spielt Konzerte für „Frankfurt mach was“ oder „Beatz im Kiez“. Stipe Braun ist leidenschaftlicher DJ und Filmemacher. Sitzt er nicht gerade im Studio von MALARIA FILMS oder beim Dreh eines neuen Musikvideos legt er als Diggermies feinste HipHop Beats auf. Zusammen mit Dario Scenario hat er aus diesem Grund den Kaos DJ Klub gegründet. Nebenher studiert Stipe Mediendesign an der Uni Mainz. Die Jungs haben viel im die Ohren und sind immer unterwegs. Wir haben mit Ihnen über die Arbeit, die Freizeit und die Frankfurter Barkultur gesprochen.

Eine schnelle Runde zum Einstieg. Was sind eure fünf „Hard Facts“?

Stipe: Ich mache Videos, passioniert. Alles was mit Musik zu tun hat liebe ich. Ich bin sehr zerstreut. Ich bin leidenschaftlich in dem was ich tue. Tu Gutes und Gutes wird dir passieren.

Toby: Auf jeden Fall Pfirsichecken – kennt ihr die? Nicht die Ringe sondern die Ecken, das sind einfach die Besten! Golden Boy bzw. Kintaro Oe – der hat verstanden wie man das Leben angehen muss. Die Weltenseele wäre noch ein wichtiger Begriff. Klassische Musik. Natur.

Was ist euer Lieblingsdrink?
Stipe: Bier
Toby: Grapedrink

Das geht immer
Stipe: Eine Runde „Party Up“ von DMX.
Toby: Ihr kennt doch diese Knallfolie, wenn man was verpackt, das geht immer.

Das geht gar nicht
Stipe: Was ich auf den Tod hasse sind diese Moon-Boots bei Frauen.
Toby: Knallfolie!

Wo trifft man euch in eurer Freizeit?
Stipe: Taunusstraße.
Toby: In der Kirche.

Seid ihr ursprünglich aus Frankfurt oder zugezogen?

Stipe: Ich komme aus Gießen und die nächst größere Stadt ist eben Frankfurt. Mein Opa war passionierter Flieger und wir waren dementsprechend oft hier in der Stadt. Ich habe eine Zeit lang in Stuttgart gelebt. Wenn man dann wieder nach Hessen will, aber nicht zurück in die Heimatstadt, dann geht man eben nach Frankfurt.

Toby: Born and raised in Frankfurt. Zwischen Römer und Willy-Brandt Platz.

Wie seid ihr zur Musik gekommen?

Stipe: Ich habe eine klassische Musikausbildung genossen und 10 Jahre Klavier gespielt. Als die Frauen und der Alkohol dann kam, wurde das Klavierspielen schnell sein gelassen. Aber ich war immer mega musikaffin. Ich habe mit 15 Jahren angefangen aufzulegen und hatte sehr früh ein Tonstudio, in dem ich zwar nicht selbst Musik gemacht, aber immer Musiker versammelt habe. Dann ging es weiter in Stuttgart mit einer Musik-TV Sendung. Die Musik hat mich also immer begleitet. Deshalb drehen wir jetzt auch Musikvideos.

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Toby: Das ist eine schwierige Frage. Jeder hat ja irgendetwas mit Musik zu tun. Meine Mutter hat zuhause viel indische Musik gehört aber auch Songs von den Beatles. Ich habe dann viel im Kirchenchor gesungen und bin dann irgendwie beim Singen geblieben.

Wie hat sich denn die Musikrichtung über die Jahre hinweg geändert?

Stipe: Wie gesagt war es anfangs sehr klassisch durch meine Ausbildung. Über meine Schwester bin ich dann zum Techno gekommen. Dann hat man natürlich auch noch seine Boyband-Phase gehabt. Es kam aber sehr schnell zu HipHop. Ich weiß noch als Dead Prez – Hip Hop rauskam war dann Feierabend.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Toby: Auf der Taunusstraße. Wir waren beide da unterwegs und sind uns in einem Treppenhaus in die Arme gelaufen – klassische Lovestory.
Stipe: Nein im Ernst, es war auf einer Party über gemeinsame Freunde. Toby ist Musiker, ich bin DJ und mache Videos und dann hat man eben darüber gesprochen und sich kennen gelernt.

Wie würdet ihr die aktuelle Frankfurter Barkultur beschreiben?

Toby: Für mich ist das Legends der neue Place to be. Eigentlich kenn ich mich was Bars angeht aber gar nicht so gut aus hier in Frankfurt.

Dann musst du in Zukunft unseren Blog lesen.

Toby: Ja das werde ich definitiv machen, ist auf jeden Fall eine richtig coole Sache.

Stipe: Ich bin seit viereinhalb Jahren in Frankfurt aber bin auch kein klassischer Bargänger. Ich geh aber trotzdem ganz gerne in Läden mit gutem Ambiente. Ich habe das Gefühl, dass es mehr individuelle Bars gibt, die in eine gewisse, spezifische Richtung gehen. Ich glaube wenn man Bars erwähnt, muss man auch recht schnell auf das Bahnhofsviertel kommen, weil dort viele Szenebars sind; vom Pracht, dass ich jedem empfehlen kann, bis zum Plank. Aber auch hier in der Innenstadt gibt es zum Beispiel mit der Bar ohne Namen und dem Legends extrem vielfältige Sachen. Die Läden sind nicht nur vom Konzept her verschieden sondern unterscheiden sich auch vom Publikum und das macht auf jeden Fall Spaß. Unter der Woche könnte die Barszene in Frankfurt stärker sein.

Habt ihr als Musiker / DJ aktiv nach Locations gesucht in denen ihr spielen könnt oder sind die Locations auf euch zugekommen?

Toby: Mittlerweile nimmt es sich nicht viel. Ich spreche Locations an aber lasse mich auch anfragen. Klar geht man auch selbst auf irgendwelche Live-Konzerte und findet man die Location cool, schreibt man sie eben mal an. Eigentlich spiele ich überall, ich würde auch in einer Arztpraxis spielen, Hauptsache Musik!

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Stipe: Ich glaube als DJ hat man es ein bisschen einfacher wie eine komplette Band. Es aber dennoch auch unterschiedlich. Klar, wenn man unbedingt in einer bestimmten Bar auflegen will, schreibt man da auch mal explizit jemanden an, aber ansonsten geht das viel über Connections in den Bars, man bietet sich an und wird weiterempfohlen.

Aber gibt es eine Location in der du schon immer spielen wolltest?

Stipe: Ganz am Anfang wollte ich immer mal in der Pik Dame spielen. Das habe ich ja jetzt des Öfteren schon gemacht.

Toby: Man müsste mitten auf der Hauptwache spielen – da am Brunnen.

Stipe: Ja, Dario und ich haben uns schon überlegt ob wir nicht ein Fahrrad umfunktionieren, einfach ein paar Boxen dran und einen Plattenspieler, wer weiß, vielleicht nächsten Sommer.

Toby: So siehts aus, spread it the right way.

Stipe: Ja und ansonsten lege ich echt gerne im Moloko auf. Eine richtig gute Bar mit top Publikum und die machen auch richtig gute Cocktails. Wenn man es eben in Gebiete aufteilt würde ich sagen Schöne Aussicht mit dem Langosch, Naiv und Moloko, dann Stadtmitte mit dem Legends, der Bar ohne Namen und der Barhundert und Bahnhofsviertel mit Pracht und Plank. Klar Bornheim ist immer nochmal etwas spezieller aber auch gut.

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Toby was ist eigentlich deine Lieblingsbar?

Toby: Ich bin eigentlich wirklich nicht der typische Bargänger. Ich hänge echt gerne zuhause ab.

Dann erkläre uns mal, was für dich die perfekte Bar ausmachen würde.

Toby: Die Musik muss stimmen, alles andere ist mir egal. Das Problem ist, glaube ich, dass man den Leuten „Upstream“ Musik nicht zutraut. Gute Musik wird im öffentlichen Raum zu oft auf „Mainstream“ reduziert. Dienstleistungsmusik für Dienstleistungsmenschen. Ich möchte da etwas ändern. Ich glaube nicht, dass Dienstleistung das richtige ist. Man kann die Leute erziehen. Wenn wir als Musiker einen Maßstab setzen, können wir die Leute miterziehen was unsere Musik angeht. Ich hab bisher noch keine Bar in Frankfurt gefunden in der die Musik für mich durchgängig stimmt. Vielleicht gibt es die Bar aber auch schon längst und es liegt daran, dass ich nicht viel raus gehe.

Bleiben wir bei guter Musik. Die Schlussrunde lautet  „6 Songs – 6 Drinks“. Wir haben uns gedacht, wir nennen euch sechs Songs und ihr sagt uns spontan was ihr dazu trinken wollt.

Jackson 5 – ABC
Stipe: Wenn ich richtig gut drauf bin dann trinke ich gern Prosecco.
Toby: Das ist ein gutes Lied. Ich würde einen frischen Apfel essen.

Corey Hart – Sunglasses At Night
Stipe: Ich kenne nur die Techno-Version. Zu der trink ich Wodka RedBull.
Toby: Da trink ich nix. Ist eigentlich in Ordnung aber ich verbinde komischen Menschen mit dem Lied.

The Prodigy – Smack my Bitch Up
Toby: Kaffee
Stipe: Wenn Smack my Bitch Up kommt, ist meistens eh alles vorbei. Und wenn alles vorbei ist, werden meistens immer noch viel zu viele Jägermeister reingeschüttet.

DJ Khaled, Snoop Dogg, T-Pain, Rick Ross, Ludacris – All I do is Win
Stipe: Champaign!!!

Ginuwine – Pony:
Toby: Den guten, alten Schoppepetzer.

Vega – 1312:
Stipe: Bier, weil man draußen auf der Straße ist, und riot macht.
Toby: Ich kenn das Lied nicht, aber ich kenne Vegeta von Dragon Ball.

Die Diskussion der Jungs über Dragon Ball nach dieser Frage war super lustig und wir hatten ein tolles Interview. Anstatt jetzt aber über Manga-Serien zu berichten, sagen wir euch lieber noch was als nächstes bei den Zwei so ansteht.

Toby arbeitet zurzeit an seiner EP, die noch dieses Jahr erscheinen soll. Auf Soundcloud könnt ihr euch schon jetzt von seiner Stimme überzeugen. Der nächste Gig steht im Legends an. Wir halten euch selbstverständlich mit allen News und Terminen auf unserer Facebook-Page auf dem Laufenden.

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Stipe dreht nicht nur Musikvideos sondern legt jeden Donnerstag im Legends auf. Zudem ist er mit seinem Kaos DJ Klub viel im Frankfurter Bahnhofsviertel unterwegs. Sein nächstes Event ist am 17. April, zusammen mit den Jungs von BLACK IS THE NEW BLACK und BHFSVRTL, in der Villa. Schaut vorbei und überzeugt euch selbst von seinen Künsten am Mischpult. Die Meute wird tanzen!

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