Westbar – Wein und Wohngegend

Zugegebenermaßen sind die „Bars“ im Frankfurter Westend recht rar gesät. Wir haben die Gegend dennoch für euch unsicher gemacht.

Zum einen Teil liegt die geringe Anzahl an Bars wohl daran, dass das Westend eine beinahe reine Wohngegend ist und es zudem viele Kanzleien, Büros und weitere Arbeitsplätze gibt, deren Klienten, Kunden und Mitarbeiter sich abends nicht zwingend in diesem Viertel aufhalten. Die ein oder andere Bar würde dem Viertel vielleicht ein wenig mehr Leben einhauchen. Daher waren wir auch sehr froh, als wir feststellten – es gibt doch Bars, wenn auch zumeist nur mit einer Weinauswahl und dem ein oder anderen Longdrink.

So auch in der Westbar. Auf der Karte stehen hier immerhin ein paar Cocktail Klassiker, Longdrinks und Digestifs. Aushängeschild ist hier jedoch eine große Whiskey- sowie Weiß- und Rotwein-Auswahl

Da es relativ mild ist und im inneren der Bar Fußball gezeigt wird, entscheiden wir uns für Plätze auf der Terrasse. Die Terrasse ist mit bequemen Rattanmöbeln und kleinen Tischen bestückt und mit einer dichten Hecke begrenzt, sodass neugierige Passanten uns nicht direkt ins Glas sehen können.

Der Innenraum der Bar ist in hellen Cremetönen luxuriös angehaucht und die dick gepolsterten Sitzbänke machen Lust darauf dort Platz zunehmen. Ein Stockwerk unterhalb befindet sich zudem ein separater Gewölbekeller in welchem Wein-Degustatio-nen angeboten werden und der angemietet werden kann.

Nach kurzem Überlegen entscheiden wir uns für einen Gin Tonic mit Windspiel-Gin, der mit Fevertree Tonic serviert wird und einen alkoholfreien fruchtigen Cocktail. Der Gin, für den ich mich aus Neugier entscheide, ist nicht ganz mein Fall und entwickelt sich als schwierig in Verbindung mit dem dazu gereichten Tonic. Alkoholfreie Cocktails sollen laut Karte nach Gusto bestellt werden. Lena wünscht sich etwas herbes, erfrischendes und bekommt einen fruchtigen, künstliche roten und viel zu süßen Drink.

cocktails

Während wir trinken und plaudern, füllt sich die Terrasse mit Menschen. Die Gäste des Abends sind zumeist in Barbourjacken und Kostümchen unterwegs (ein wenig Klischee muss sein) und berichten über ihren Urlaub an der Côte d’Azur und darüber, wie schwer es heutzutage noch ist, sein Geld auszugeben. Aber auch eine scherzende Gruppe von wandernden Wissenschaftlern befindet sich unter dem Publikum, sodass wir uns in Jeans und Parka nicht ganz so fehl am Platz vorkommen.

Die Bedienung scherzt und plaudert mit den Stammgästen, vergisst aber darüber keinesfalls die übrigen Gäste. Der Service funktioniert reibungslos.

Auf meinen Wunsch nach einem Weißwein werden direkt Vorlieben nachgefragt und mir dann zwei Weine empfohlen. Ich entscheide mich für einen Grauburgunder, der in der letzten Abendsonne den perfekten Abschluss für unseren Besuch in der Westbar bietet.

Fazit: Für einen After-Work Besuch oder einen kleinen Plausch bietet sich die Bar an. Einen lauten Abend mit hippen Szene-Publikum hingegen wird man hier nicht bekommen.  Wir empfehlen einen Wein zu bestellen anstelle eines Cocktails.

 

Westbar
Myliusstraße 48
60323 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten:

Mo.-So.: 14.00 – 01.00 Uhr

www.westbar-frankfurt.de

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